SolidWorks unterstützt gemeinnützige Organisation bei der Konstruktion eines Brutkastens für die Dritte Welt
Virtuelles Team konstruiert zuverlässigen, kostengünstigen und wartungsfreien Brutkasten
Haar bei München, 19. Oktober 2009 – Auf die Konstruktion eines Produkts folgt normalerweise die Fertigung – nicht jedoch bei Design that Matters (DtM). Die gemeinnützige Organisation hat einen kostengünstigen Brutkasten entwickelt, der nicht in Produktion gehen wird. Bei diesem Projekt sollte vielmehr bewiesen werden, dass die Entwicklung wartungsarmer Brutkästen für Dritte-Welt-Länder zu einem erschwinglichen Preis möglich ist. DtM stellte dafür ein Team aus 50 Konstrukteuren und Studenten vor die Aufgabe, einen Brutkasten aus Automobilkomponenten zu entwickeln, da diese selbst in den ärmsten Ländern verfügbar sind. Als Konstruktionsplattform diente die SolidWorks CAD-Software.
"Mit diesem Projekt wollten wir beweisen, dass es möglich ist, einen Brutkasten für weniger als 1.000 US-Dollar herzustellen. Ein reguläres Gerät kostet 30.000 US-Dollar", sagt Tim Prestero, CEO bei Design that Matters. "Mithilfe von Brutkästen lässt sich die Säuglingssterblichkeit drastisch reduzieren. Leider können sich gerade die Länder die Brutkästen nicht leisten, die sie am dringendsten benötigen. Hauptgründe sind die Anschaffungs- und Wartungskosten sowie die Verfügbarkeit von qualifiziertem Wartungspersonal. Fahrzeuge sind jedoch überall zu finden. Deshalb kamen wir auf die Idee, deren Material und die Automechaniker vor Ort für den Bau von Brutkästen in diesen Länder heranzuziehen."
Die größte Herausforderung bestand darin, die Autoteile an ihren neuen Zweck anzupassen und alle Komponenten auf kleinstem Raum einzupassen, so dass sich der Brutkasten auch in entlegene Gebiete transportieren lässt.
Die Teammitglieder nutzten SolidWorks, um Teile zu ändern und Baugruppen zu entwerfen. Dabei tauschten sie die 3D-Modelle untereinander und mit DtM per E-Mail aus.
Laut Prestero fiel die Wahl sofort auf SolidWorks, da die CAD-Software in professionellen Umgebungen und Bildungseinrichtungen gleichermaßen weit verbreitet ist. Zudem ist sie einfach zu erlernen und zu verwenden.
Design that Matters koordinierte die Arbeitsbeiträge der einzelnen Teammitglieder und stellte anschließend die endgültige Konstruktion potenziellen Interessenten vor. Mithilfe von SolidWorks konnte DtM den Brutkastenentwurf weltweit präsentieren, ohne dabei einen physischen Prototypen kostenaufwendig transportieren zu müssen.
Neben dem Brutkasten hat Design that Matters bereits andere Produkte für medizinische, wirtschaftliche und soziale Zwecke in der Dritten Welt entwickelt. Dazu zählen ein Infusionsgerät, Geldautomatenkarten für Mikrokreditprojekte in Entwicklungsländern, der Kinkajou Mikrofilmprojektor sowie die mobile Bibliothek für den Kampf gegen das Analphabetentum.
Design that Matters ist ein gemeinnütziges Unternehmen mit Sitz in Cambridge, Massachusetts. Das Unternehmen entwickelt Produkte, mit denen soziale Einrichtungen in Entwicklungsländern ihre Dienstleistungen verbessern und schneller ausbauen können. DtM hat einen gemeinschaftlichen Konstruktionsprozess erarbeitet, in den die Erfahrungen und Fachkenntnisse von Hunderten von Freiwilligen aus akademischen Einrichtungen und der Industrie einfließen, um Produkte für Bedürftige zu entwickeln. Ziel ist es, bis zum Jahr 2012 mithilfe dieser Produkte die Service- und Lebensqualität für eine Million Menschen zu verbessern. www.designthatmatters.org
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